Unsere Geschichte Im Frühjahr 1987 waren sich einige Leute am Dorfplatz Dölzschen einig: Der Fernsehfunk der DDR kann nicht das  einzige TV-Medium sein, das ihr Informationsbedürfnis deckt. Wie es oft mit derartigen Ideen zu DDR-Zeiten passiert:  Es sprach sich in Windeseile in Dölzschen, Naußlitz und darüber hinaus herum! Also stellte Herr Scholze ein Schild in  den Familiengarten und warb so um weitere mögliche Mitglieder für eine Antennengemeinschaft. Selbst im Dorf-  Konsum wurde ein Werbeplakat angebracht, das aber von der eifrigen Konsum-Leitung umgehend wieder entfernt  wurde. Man begann also in verschwörerischer Runde Ideen zur materiell-technischen Basis - wie es damals hieß - zu  erörtern. Dabei war eigentlich allen sozialismuserfahrenen Beteiligten klar, dass die Staatssicherheit schon mit am  Tisch saß, wie es sich auch später in persönlichen Stasi-Unterlagen bewahrheitete. Trotz alledem: Die Idee fand schnell Anhänger. Der provisorische Vorstand fand bald heraus, dass pro Mitglied ein Kostenbeitrag von 1000,00 Mark der DDR  und ein Arbeitsbeitrag von 30 Stunden erbracht werden müsse. Die erste Mitgliederversammlung fand noch 1987 in  der Dölzschener Schule im vollen Turnsaal statt. Die Emotionen schlugen hoch, ganz besonders die Begeisterung! Der  zuständigen Behörde wurde als Grund für unser Verlangen auf eine "Antennengemeinschaft" das "übergroße Interesse  der Dölzschner und Naußlitzer Bürger am Eishockey-Sport der CSSR" plausibel erklärt. Geglaubt haben die Funktionäre  das sicherlich nicht. Es folgten die Mühen der Planung, Materialbeschaffung aus Ost- und Westdeutschland, des Schachtens von  kilometerlangen Gräben, der Bau einer großen Kopfstation sowie zahlreiche Beratungen im Vorstand, insbesondere  aber auch mit den "Straßenobleuten", die wichtige Arbeiten in ihren Straßen verrichteten. Nach zwei Jahren  unermüdlicher und unentgeltlicher Arbeit nach Feierabend war es 1989 endlich soweit. Die erste Kabelstrecke mit  "West-Fernsehen" sorgte für freudige Erregung. Weitere Bauabschnitte folgten und bald waren über 1000 Mitglieder an  das GAD-Netz angeschlossen.   Besonders verdient gemacht um diese Gemeinschaftsleistung haben sich damals die Vorstandsmitglieder Klaus Schicht,  Klaus Klinger, Uwe Kühn, Gert Bürgel, Dr. Waschek, Reinhold Ehrhardt, Uli Schmidt, Volker Fischer, Uli Mager.    Seit 1987 hat sich der Vorstand in vielen Anträgen um die Eintragung als Verein bemüht - stets vergebens. Nun endlich hat uns die Landesdirektion Dresden als wirschaftlicher Verein Großgemeinschafts-Antennenanlage Dresden-Dölzschen genehmigt und eingetragen. C. Scholze